Freiwillige Praktika in den Schulferien geben Schüler/innen die Gelegenheit, in einen Beruf oder eine Branche hinein zu schnuppern. Um als Ferienpraktikant/in arbeiten zu können, musst du allerdings mindestens 15 Jahre alt sein. Wenn du unter 18 Jahre alt bist, dürfen es zudem nicht mehr als 20 Arbeitstage (vier Wochen) im Jahr sein.

Gut zu wissen:
Als Ferienpraktikant/in bist du über den Praktikumsbetrieb gesetzlich unfallversichert, d.h. gegen die Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten abgesichert. Bei Haftpflichtschäden kommt je nach Sachlage die Haftpflichtversicherung des Praktikumsbetriebs, deine eigene Haftpflichtversicherung bzw. die deiner Eltern oder, wenn vorhanden, die Schülerhaftpflichtversicherung (abzuschließen über die Schule) für Schäden auf. Prüfe also auf jeden Fall rechtzeitig deinen Versicherungsschutz. Einstiegsqualifizierung (EQ)
Eine EQ ist ein betriebliches Langzeitpraktikum für Ausbildungsplatzbewerber/innen, die noch nicht 25 Jahre alt sind und u.a. bis zum 30. September keine Ausbildungsstelle finden konnten. Man arbeitet mindestens sechs und maximal zwölf Monate in einem Betrieb und erwirbt Grundkenntnisse in einem anerkannten Ausbildungsberuf, die evtl. auf eine spätere Ausbildung angerechnet werden.
Gut zu wissen:
Während der EQ, die dir über die Agentur für Arbeit vermittelt wird, bist du über den Betrieb gesetzlich unfall- und haftpflichtversichert.
Für alle Praktikumstypen gilt:
Arbeitszeit: Bist du unter 15 Jahre alt, darf deine Arbeitszeit nicht länger als 7 Stunden betragen. Bist du zwischen 15 und 18 Jahre alt, sind 8 Stunden erlaubt, es sei denn, du bist während der Erntezeit in der Landwirtschaft beschäftigt und über 16 Jahre alt. Dann dürfen es nicht mehr als 9 Stunden täglich sein.
Ruhepausen: Bei einer Arbeitszeit von 4,5 bis 6 Stunden steht dir eine 30-minütige Pause zu. Arbeitest du über 6 Stunden, muss eine Pause von 60 Minuten fest in den Arbeitsplan mit eingeplant werden.

Quelle: LEV-RS Newsletter Nr. 07_2019